Gut Leben

Die richtige „Homebase“ zu finden hat einige Jahre gedauert, denn wir waren ziemlich hin und her gerissen zwischen ländlichen und urbanen Aspekten. Mit Geduld und ein wenig Glück haben wir dann genau etwas dazwischen gefunden, ohne dass wir große Kompromisse eingehen mussten.

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Unsere Doppelhaushälfte passt perfekt zu uns: Stadtrandlage, aber die Innenstadt und die wichtigsten Einrichtungen sind mit Öffis, zu Fuß oder zumindest per Fahrrad erreichbar. Wir benötigen dadurch nur ein Auto. Die verdichtete Bauweise sorgt für einen geringeren ökologischen Fußabdruck und wir benötigen relativ wenig Heizenergie, diese wird zu 80% von einem Kachelofen geliefert. Den Rest erledigt eine Wärmepumpe. Eine  der besten  Entscheidungen: der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung. Frischluft rund um die Uhr bei kaum Energieverlust!

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Bei uns dreht sich sehr vieles rund um das Thema Essen und Trinken. Eine Gesunde Ernährung ist die Basis für so ziemlich alles. Aber auch der Genuss darf nicht zu kurz kommen. Wir lieben auch hier die Abwechslung und sind für Neues immer offen, doch wir sind ganz schlechte Kunden für die Lebensmittelindustrie. Unsere Zutaten kommen fast ausschließlich aus dem Garten, direkt vom Bauern oder zumindest vom Markt und sie müssen möglichst ökologisch, fair, regional und saisonal sein. Wenn wir unterwegs sind gilt das für den jeweiligen Standort. Darum müssen wir auch regelmäßig ans Meer, dort gibt es die von uns heißgeliebten Meeresfrüchte.

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Mit das Wichtigste dabei ist aber selber zu kochen! Nur eigenhändig und frisch Gekochtes, macht uns wirklich glücklich. Dazu gehört auch das Verarbeiten, Einkochen und Einmachen von Lebensmittel. Auf sonderbare Extrazutaten in Fertiggerichten verzichten wir gerne. Trotzdem ist auch hier Augenmaß gefragt und Ausnahmen bestätigen dann die Regel. Wir haben McDonalds und Co. nicht zu unserem Feindbild erkoren, denn wir haben es ja  in eigener Hand, was wir regelmäßig essen. Was uns sehr freut ist, dass unsere beiden Jungs bereits selber gerne kochen. Noah ist – ganz wie seine Mama – schon ein richtiger Meisterkoch und entwickelt eigene Rezepte.

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Was ein gutes Leben ist, kann niemand für uns bestimmen, ebenso nicht welche Lebensart tatsächlich gut oder schlecht für uns selbst, unsere Mitmenschen oder gar die ganze Welt ist. Wir Menschen neigen dazu, alles was wir selbst als gut und richtig ansehen, für alle in Regeln festlegen zu wollen, während wir es zugleich als Verbrechen an unserer Freiheit empfinden, wenn jemand anderes die aus unserer Sicht falschen Regeln macht.

Wir [meine Familie und ich] glauben an die Vielfalt der Lebensformen und denken, dass es eine viel bessere Möglichkeit gibt, andere auf einen neuen Weg zu bringen, nämlich sie dafür zu begeistern. So wie wir immer offen und aufmerksam sein wollen, um uns von anderen mit neuen Ideen anstecken zu lassen.

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Ein funktionierendes Familienleben steht für uns im Mittelpunkt, richtig kann nur sein, was uns auch als Familie voranbringt. Das verlangt Aufmerksamkeit und Energie, macht aber jeden einzelnen letztlich freier, als er oder sie alleine je sein kann. Und es ist grundsätzlich nachhaltig, weil alle alles teilen. Das darf natürlich nicht bei der Familie aufhören, aber es fängt bei ihr an. Selbstverwirklichung funktioniert für uns nicht im egozentrischen Alleingang, sondern durch die Gemeinschaft.

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